Flüchtlinge sitzen auf dem Mittelmeer in einem sinkenden Schlauchboot.  Foto: dpa
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Hilfe für Flüchtlinge Teltow tritt der Bewegung "Seebrücke" bei

Nach Potsdam will jetzt auch Teltow mehr für in Seenot geratene Flüchtlinge machen. Die Verwaltung soll prüfen, wo in der Stadt noch kurzfristig Flüchtlinge aufgenommen werden können. 

Teltow - Nach Potsdam schließt sich auch die Stadt Teltow der Bewegung „Seebrücke“ an, die von der Politik sichere Fluchtwege und eine Entkriminalisierung der Seenotrettung fordert. Teltow wird damit ein "sicherer Hafen", so der Antragstext der Fraktion Grüne/Linke. "Als klares Zeichen unterstützt die Stadt die zusätzliche und kurzfristige Aufnahme der von der Aktion Seebrücke geretteten Menschen", heißt es weiter in dem Antrag, der mit 16 Ja-, 11 Nein-Stimmen und einer Enthaltung am Mittwochabend in der Teltower Stadtverordnetenversammlung angenommen wurde. 

Mehr Geld für Flüchtlingsprojekte aus der Region

Die Verwaltung soll jetzt prüfen, wo kurzfristig weitere Flüchtlinge untergebracht werden können. Zudem soll Teltow an die Bundesregierung appellieren, sich für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik einzusetzen. Und: Ehrenamtliche Flüchtlingsprojekte aus der Region sollen insgesamt 15.000 Euro Hilfe bekommen. 

FDP, BIT und CDU kritisierten das Vorhaben als Symbolpolitik, zuständig sei der Bund, Europa und der Kreis, der die Flüchtlinge verteile - nicht aber die Stadt Teltow. AfD-Abgeordneter Michael Milthaler nannte die Maßnahme „populistisch“.

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