Die Ideengeber: Elvira Schröder und Patrick Kuhl.  Foto: Stadt Werder (Havel)
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Heiraten auf der Havel In Werder (Havel) werden jetzt Schiffshochzeiten angeboten

Am vergangenen Freitag hat die erste Schiffshochzeit in Werder stattgefunden. Die Reederei Kuhl richtet bei Hochzeiten auf ihrem Schiff sogar eigens ein Trauzimmer ein.

Werder (Havel) - In Werder (Havel) können Paare den Bund fürs Leben seit Kurzem auf der Havel schließen. Von Mai bis September bietet die Reederei Bernd Kuhl an jedem dritten Freitag im Monat auf ihrem Schiff „Bismarckhöhe“ Hochzeiten an. Das teilte die Stadt am Montag mit. Die erste Eheschließung auf dem Schiff fand am vergangenen Freitag statt.

Im Trauzimmer ist Platz für 16 Personen

Bisher hätten sich heiratswillige Paare entweder in Werders Standesamt im Alten Rathaus oder in der Petzower Kirche trauen lassen können, sagte Werders Standesbeamte Elvira Schröder. Mit den Schiffshochzeiten soll eine dritte attraktive Alternative angeboten werden. „Ich glaube, dass das von den Leuten gut angenommen wird“, so Schröder.

Mit ihrem Schiff „Bismarckhöhe“ bietet die Reederei Bernd Kuhl seit Jahren Ausflugsfahrten durch die Werderaner Havelregion an. Der 60 Tonnen schwere Kahn kann außerdem für Feiern und Events angemietet werden. Für die Hochzeiten werde der Salon im Bug des Motorschiffs festlich hergerichtet, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Bis zu 16 Gäste können im Trauzimmer Platz nehmen. Insgesamt passen 70 Personen auf die „Bismarckhöhe“.

Nach der Trauung kann man auf dem Kahn weiterfeiern

Die Idee zu den Schiffshochzeiten gehe ursprünglich auf seinen Vater Bernd Kuhl zurück, erzählt Sohn Patrick Kuhl, der heutige Geschäftsführer der Reederei. Bernd Kuhl war 2016 verstorben. Als Erinnerung und zum Stolz seiner Mutter habe er die Idee übernommen und setze sie nun mit dem Werderaner Standesamt in die Praxis um, so Kuhl.

Der Steuermann muss mit der „Bismarckhöhe“ während der Trauung in der Gemarkung Werder schippern. „Schließlich steht ja ,Werder (Havel)’ auf der Eheurkunde“, erklärte Schröder. Da gebe es keinen Spielraum. Mit Trauung werde die Fahrt rund 45 Minuten dauern, heißt es in der Pressemitteilung. Auf Wunsch können die Gäste anschließend weiterschippern und auf dem Kahn die Hochzeit feiern. Mit dem Schiff, das mit Dieselmotoren aus den 70er-Jahren betrieben werde, sei man eher gemütlich unterwegs, so Patrick Kuhl. Neun bis zwölf Kilometer schnell fahre die MS „Bismarckhöhe“. Neben den Hochzeitstouren und den üblichen Tagesfahrten werde die Reederei in diesem Jahr auch erstmals Linienfahrten mit Zwischenstopps im Resort Schwielowsee in Petzow und am Schiffsanleger in Töplitz anbieten.

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