Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). Foto: Ottmar Winter PNN
© Ottmar Winter PNN

Fünf für Werder (Havel) Bewerber für das Bürgermeisteramt stehen fest

Vor acht Jahren setzte sich Manuela Saß durch. Vier Kandidatinnen und Kandidaten wollen die CDU-Kandidatin aus dem Rathaus verdrängen – am 12. Juni wird gewählt.

Werder (Havel) - Lang ist es nicht mehr hin, bis Werderanerinnen und Werderaner nach acht Jahren wieder das Amt des Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin neu vergeben. Neben der amtierenden Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) hat der Wahlausschuss vier weitere Bewerber für das Amt an der Gemeindespitze zugelassen. Gewählt wird am 12. Juni.

Eine Potsdamerin für Werder

Werderanerin, Netzwerkerin, Stadtverordnete, Teamplayerin und parteiunabhängige Bürgermeisterkandidatin für Werder – so beschreibt sich Anika Lorentz auf ihrer Internetseite. Die gebürtige Potsdamerin lebt seit zwölf Jahren im Werderaner Ortsteil Glindow. „Ich weiß, wo der Schuh drückt, was gut läuft, wo ein Umdenken wünschenswert ist, was Einheimische, Neu-Werderaner und Touristen bewegt“, so Lorentz. 

Werders Stadtentwicklung brauche die Bürgerbeteiligung sowie die Verkehrs-, Wohn- und Sozialpolitik. Auch die Digitalisierung und nachhaltiges Handeln müssten aus Sicht der Studienrätin am Gymnasium in Werder auf Touren kommen. Gleichzeitig müsse bewahrt werden, was Touristen anzieht und Werderanern heilig sei.

Anika Lorentz. Foto: promo Vergrößern
Anika Lorentz. ©  promo

Anja Spiegel (SPD) stammt aus Bonn und studierte an der Freien Universität Berlin Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Neuere Deutsche Literatur und Politikwissenschaft. Die ehemalige Landesvorsitzende der Jusos Brandenburg und des SPD-Ortsvereins lebt in Werder und arbeitet seit 2009 bei der Bundesagentur für Arbeit in verschiedenen Positionen. 

Aktuell leitet sie bei der Agentur Berlin-Brandenburg den Bereich Controlling und Finanzen. Für Spiegel sind beste Startchancen für Kinder, bezahlbare Wohnungen, Umweltweltschutz und Verkehr für viele Werderaner zurzeit die wichtigsten Themen.

Anja Spiegel (SPD). Foto: Ottmar Winter Vergrößern
Anja Spiegel (SPD). © Ottmar Winter

2014 setzte sich Saß klar durch

Das Amt ist ihr bekannt: Manuela Saß wurde 2014 zur Chefin der Blütenstadt gewählt. Sie erhielt im ersten Wahlgang 64,9 Prozent der Stimmen und lag damit weit vor den anderen Bewerbern. 

Die CDU-Politikerin wurde im nordöstlichen Wolgast geboren. Nachdem sie Jura in Leipzig studiert und 1996 mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen hat, zog sie ein Jahr später mit ihrer Familie nach Werder. 

Die Stadt Werder (Havel) hat inzwischen gut 26 000 Einwohner.  Foto: Lutz Hannemannn Vergrößern
Die Stadt Werder (Havel) hat inzwischen gut 26 000 Einwohner.  © Lutz Hannemannn

Dort arbeitete Saß zunächst als Justiziarin bei der Deutschen Genossenschaftsbank, bei der Landesagentur für Struktur und Arbeit und als Kämmerin im Amt Beetzsee. Kurz nachdem sie 2010 ins Rathaus von Werder wechselte, wurde sie stellvertretende Bürgermeisterin.

Mögliche Stichwahl am 26. Juni

Marlon Deter tritt für die AfD zur Wahl an. Der 48-jährige Bankkaufmann ist in Potsdam geboren. Er arbeitet als Vermögensberater bei einer Bank, lebt in Werder, ist verheiratet und hat eine Tochter. Zu seinen Hobbys zählt er Familie, Haus und Garten.

Marlon Deter tritt für die AfD an. Foto: promo Vergrößern
Marlon Deter tritt für die AfD an. © promo

Timo Ritter ist Polizeibeamter und kandidiert für die Linken in Werder für das Bürgermeisteramt. Dem 51-Jährigen aus Werder sind Angebote für junge Menschen in allen Ortsteilen wichtig. Daneben möchte er das Beteiligungsverfahren und die Vereinsförderung verbessern.

Timo Ritter kandidiert für die Linken. Foto: promo Vergrößern
Timo Ritter kandidiert für die Linken. © promo

Für das Bürgermeisteramt ist eine Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen und die Stimmen von mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten nötig. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, ist diese für dem 26. Juni angesetzt. Bei der letzten Wahl 2014 gaben etwas mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Gewählt wird für acht Jahre.

Zur Startseite