Die Rennen wurden in verschiedenen Disziplinen ausgetragen. Foto: dpa
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Europameisterschaft in Klaistow Schlittenhunde im Trockentraining

Silke Nauschütz

Schlittenhunde-Rennen mitten in Brandenburg sind noch immer etwas Besonderes. In Klaistow fand ein internationales Rennen statt. Schnee gab es zwar nicht, aufregend war es aber trotzdem.

Klaistow - Arktisches Flair mitten in Brandenburg: Für 400 Schlittenhunde und ihre Teams gab es in Klaistow zwei Tagen lang schon mal einen Test für den kommenden Winter. Bei der Europameisterschaft im Schlittenhunde-Rennen kämpften Musher, wie die Schlittenhundelenker genannt werden, und Tiere um Pokale. Nach Angaben von Veranstalter Jörg Pohmer gingen seit Freitag 197 Teilnehmer aus 14 Nationen mit ihren Schlittenhunden an den Start. Darunter waren Teams aus Slowenien, Deutschland, Ungarn, Österreich, Italien und Frankreich. 

Die Rennen wurden in verschiedenen Disziplinen über fünf unterschiedliche Wettkampfstrecken mit einer Distanz zwischen 800 Metern bis zu 21 Kilometern ausgetragen. Die Strecken führten vom Spargelhof Klaistow in den Wald, über die Felder und wieder zurück auf den Parkplatz zur Ziellinie. Der Wettbewerb fand unter 2G-Regeln statt, also für Genesene und Geimpfte.

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Für die Gewinner gab es Futter für die Hunde und einen Pokal

Ein leichter Schneegriesel brachte am Samstag etwas winterliche Stimmung - für die teilnehmenden Hunde wie den Sibirien-Husky oder den Grönland-Hund sei das Rennen allerdings noch „Trockentraining“, berichtete Veranstalter Pohmer. Der 53-Jährige hatte im vergangenen Jahr in Ungarn die Europameisterschaft gewonnen und wollte seinen Titel verteidigen. Letztlich erreichte er mit seinem neu zusammengestellten jungen Hundeteam in der Langdistanz über acht Kilometer den dritten Platz und war nicht unzufrieden. Die Hunde seien noch entwicklungsfähig, müssten noch Erfahrung sammeln und mit Stress umgehen lernen, schätzte er ein.

Im Wettbewerb konnten bis zu 12 Hunde vor einen Wagen gespannt werden - die höchste Kategorie bei dem Rennen. Die Gewinner erwarteten kein Holzfäller-Haus oder Kleinwagen, dafür aber Futter für die Hunde und einen Pokal, betonte Pohmer. „Hier zählt mehr der Sport und die Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch.“ (dpa)

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