In Potsdam-Mittelmark sind aktuell 164 Menschen akut an Covid-19 erkrankt (Symbolbild). Foto: Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa
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Corona-Infektionen und Verdachtsfälle Zahlreiche Schulen und Kitas in Potsdam-Mittelmark betroffen

Der Landkreis meldet weitere Infektionen und Verdachtsfälle an Schulen und Kindertagesstätten. Das Gesundheitsamt wird ab sofort verstärkt.

Bad Belzig - Immer mehr Schulen und Kindertagesstätten im Landkreis Potsdam-Mittelmark melden Infektionen und Verdachtsfälle. Neben den bereits bekannten Infektionen an zwei Stahnsdorfer Grundschulen, der Oberschule Brück sowie der Fichtenwalder Grundschule bestätigte die Kreisverwaltung am Dienstag weitere Fälle in Einrichtungen in Michendorf, Bad Belzig und Kleinmachnow. 

An den Einrichtungen sollen umfangreiche Tests stattfinden

Betroffen ist nach Angaben der Kreisverwaltung die Geschwister-Scholl-Grundschule in Bad Belzig. Ein Schulkind der dritten Klasse wurde am vergangenen Freitag positiv getestet. 19 Mitschüler und zwei Lehrkräfte wurden bis zum 9. November in Quarantäne geschickt. An der Grundschule "Am Kiefernwald" Wildenbruch und am Wolkenberg-Gymnasium Michendorf gibt es jeweils einen Verdachtsfall. An der Grundschule wurden fünf Lehrer sowie 25 Kinder und am Gymnasium zwölf Lehrer und 30 Kinder bis zum 12. November vorsorglich in Quarantäne geschickt. 

An der Michendorfer Kita Wirbelwind wurde ein Kind positiv getestet. Auf Weisung des Gesundheitsamtes befinden sich fünf Erzieher und zwölf Kinder bis zum 11. November in Quarantäne. An allen genannten Einrichtungen wird nach Angaben der Kreisverwaltung am 5. November ein Team des Klinikums "Ernst von Bergmann" Bad Belzig umfangreiche Tests vornehmen. Zudem gibt es einen Verdachtsfall am Weinberg-Gymnasium Kleinmachnow. Es soll womöglich eine Infektion in der Klasse 8/4 gegeben haben.

Maßnahmen für Schulen in Stahnsdorf, Brück und Fichtenwalde

In der betroffenen Lindenhof-Grundschule Stahnsdorf befinden sich jetzt die Klasse des am Montag positiv getesteten Schulkindes sowie drei Lehrkräfte bis einschließlich 13. November in häuslicher Quarantäne. Das teilte Gemeindesprecher Stephan Reitzig auf Anfrage mit. An der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Grundschule sind die Kinder der betreffenden Klasse bis zum 11. November in Quarantäne. Dort wurde am Samstag eine Lehrkraft positiv getestet. 

An der ebenso betroffenen Grundschule Fichtenwalde sind fünf Lehrer und 25 Schüler bis zum 10. November in Quarantäne. Ein Team des Klinikums „Ernst von Bergmann“ Bad Belzig hat Tests vor Ort vorgenommen. An der betroffenen Oberschule in Brück, an der, wie berichtet,  die komplette 10. Jahrgangsstufe mit 70 Schülern sowie sieben Lehrkräfte bis einschließlich Dienstag, den 10. November in häusliche Quarantäne geschickt wurden, wird das Team am Mittwoch testen.

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Gesundheitsamt wird noch einmal personell verstärkt

In der Stadt Treuenbrietzen ist außerdem eine Seniorenpflegeeinrichtung betroffen. Um welche Einrichtung es sich genau handelt, konnte die Verwaltung am Dienstag zunächst nicht beantworten. Seit vergangenem Freitag wurden 17 Bewohner sowie zwei Pflegekräfte positiv getestet. Ein Bewohner musste stationär aufgenommen werden, ein weiterer Bewohner wird ambulant behandelt.

Um die derzeitige Überlastung der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes im Landkreis zu verringern, wurde am Dienstag bei der Hauptverwaltungskonferenz entschieden, den Stab Corona, der im Gesundheitsamt im Fachbereich 3 ansässig ist, mit zwei weiteren Leuten zu verstärken, so die Kreisverwaltung. Außerdem soll einmal wöchentlich ein erweiterter großer „Krisenstab“ tagen, um alle laufenden Arbeitsaufgaben und Probleme zu besprechen und weitere Maßnahmen festzulegen. 

Landrat schickte Amtshilfeersuchen an die Kommunen des Kreises

Landrat Wolfgang Blasig (SPD) hatte zudem bereits am Montag ein Amtshilfeersuchen an die Kommunen des Kreises gesandt. Damit können die jeweiligen Ordnungsämter der Gemeinden und Städte das Gesundheitsamt unterstützen. Bereits seit Montag sind fünf weitere Soldaten der Bundeswehr am Verwaltungsstandort in Teltow und helfen bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen. Im Laufe dieser Woche werden weitere zehn Soldaten in Brandenburg an der Havel und in Werder (Havel) erwartet. Wie berichtet, hatte der Landkreis diese zusätzliche Hilfe bereits vor einigen Wochen in die Wege geleitet.

Unterdessen meldete der Landkreis 14 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden. 164 Menschen sind aktuell akut erkrankt. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 1022 laborbestätigte Fälle gemeldet. 819 Personen gelten als genesen.

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