Mauerfall in Kleinmachnow, Foto: Michael Reiner Ernst/ Stiftung Berliner Mauer
© Michael Reiner Ernst/ Stiftung Berliner Mauer

9. und 10. November Wo in Potsdam-Mittelmark an den Mauerfall erinnert wird

Zum 30. Jahrestag von friedlicher Revolution und Mauerfall wird in Potsdam-Mittelmark gefeiert, diskutiert und erinnert. Die PNN geben einen Überblick.

Am Samstag jähren sich die friedliche Revolution und der Mauerfall zum 30. Mal. Aus diesem Anlass finden am Wochenende zahlreiche Veranstaltungen im Landkreis statt. 

Feiern ohne Grenzen

Die Stadt Teltow sowie die Gemeinden Stahnsdorf, Kleinmachnow und das Berliner Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf begehen das Jubiläum bei ihrer „Feier ohne Grenzen“ gemeinsam. Auf dem Teltower Zeppelinufer zwischen der Jahnstraße und der Zehlendorfer Straße werden am Samstag unter anderem Tanzdarbietungen und Musik, Zeitzeugengespräche mit Vertretern aus Politik und Kirche, eine audiovisuelle Kunstinstallation mit Mauerteilen von Schülern sowie Stände von Vereinen und Verbänden mit Mitmachaktionen präsentiert.

Eröffnet wird das Fest um 13 Uhr mit einem Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde St. Andreas, die um 21.30 Uhr auch noch einmal einen Abschlusssegen geben wird. Auf der Bühne werden unter anderem das Kinder- und Jugendtanzensemble Neuenhagen, die Band Duke Brass aus Kleinmachnow und der deutsche Sänger und Komponist Dirk Michaelis stehen. Ab 20 Uhr spielen Die Zöllner, die am ersten deutsch-deutschen Konzert nach dem Fall der Mauer, das „Konzert für Berlin“ am 12. November 1989, teilnahmen. Der Eintritt ist frei. Das komplette Programm finden Sie auf der Webseite der Stadt Teltow.

Auch in den Neuen Kammerspielen in Kleinmachnow wird am Samstag gefeiert, mit Musik und Drinks aus Ost und West und der Wendezeit. Los geht es um 22 Uhr in der Karl-Marx-Straße 18. Der Eintritt kostet 10 Euro.

Kleinmachnow und die Teilung

Die Fotoausstellung „Grenze und Mauerfall in Kleinmachnow“ zeigt ab heute Abend Privataufnahmen von Fotografen aus Kleinmachnow und der Umgebung während der Teilung und der Wiedervereinigung. Etwa von Michael Reiner, der während der DDR-Zeit und bis zur Wende die politischen Geschehnisse mit seiner Kamera begleitet hat. Gezeigt werden auch Aufnahmen von Georg Heinze und Edmund Kasperski. Außerdem werden Infos zur Teilung in den Grenzanlagen in der Gemeinde präsentiert. Ein weiterer Abschnitt thematisiert das Schicksal der sechs Todesopfer an der Grenze in Kleinmachnow. Die Ausstellung läuft bis zum 2. Januar 2020 im Rathaus am Adolf-Grimme-Ring 10. Die Schau ist montags sowie mittwochs bis freitags von 8 bis 18 Uhr, dienstags von 8 bis 20 Uhr sowie jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis  13 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

Persönliche Erinnerungen zur Wendezeit

Im Bürgertreff in Saarmund erzählen am Samstag Zeitzeugen, wie sie den Fall der Mauer in Nuthetal erlebt haben. Der Beginn ist um 19 Uhr in der Nuthestraße 45. Zuvor wird ab 17 Uhr in der Bergholzer Kirche in der Schlüterstraße unter dem Titel „Die Farben der Freiheit - Nachdenken über 30 Jahre ohne Mauer“ eine Gedenkveranstaltung mit Musik von der Chorgemeinschaft Potsdam-Rehbrücke veranstaltet. Auch Zeitzeugen kommen zu Wort und werden ihre persönlichen Eindrücke zum Fall der Mauer und der Wendezeit schildern.

Beim Live-Podcast „Die Besten im Westen – Im Osten nur Kosten?!“ mit Dieter Röseler ist am Samstag der in Kleinmachnow aufgewachsene Politiker Klaus-Jürgen Warnick zu Gast in den Neuen Kammerspielen und erzählt ab 19 Uhr unter anderem von seinem Leben in der DDR. Der Eintritt kostet an der Abendkasse 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Neue Kammerspiele Kleinmachnow, Karl-Marx-Straße 18.

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