Eines von Gaulands Themen in Michendorf wird der UN-Migrationspakt sein.   Foto: Michael Kappeler/dpa
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Alexander Gauland im Gemeindezentrum Protest gegen AfD-Bürgerdialog in Michendorf

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AfD-Chef Alexander Gauland wird heute Abend im Michendorfer Gemeindezentrum über seine Arbeit im Bundestag berichten. Gegner wollen dagegen protestieren. 

Michendorf - Es soll um Umgehungsstraßen gehen, Dieselfahrzeuge und natürlich um den UN-Migrationspakt: AfD-Vorsitzender Alexander Gauland und AfD-Landtagsabgeordneter Sven Schröder werden heute Abend Michendorfern Rede und Antwort stehen. Bürgerdialog nennt sich das Format, organisiert wird er von der AfD Landesgruppe Brandenburg im Bundestag. Es soll, so deren Pressesprecher Maurice Birnbaum, um die Arbeit der Abgeordneten in den Parlamenten gehen. Jedoch würden die Bürger vor Ort mit ihren Fragen die Themen des Abends bestimmen. 

Pro Monat vier Bürgerdialoge in Brandenburgs Kommunen

Seit März dieses Jahres veranstaltet die Landesgruppe drei bis vier Mal im Monat einen Bürgerdialog in Brandenburgs Kommunen. Die Veranstaltung im Michendorfer Gemeindezentrum in der Potsdamer Straße 64 um 19 Uhr ist die erste Veranstaltung dieser Art im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Michendorf gehört zum Wahlkreis 18, in dem Schröder als Direktkandidat vor vier Jahren in den Landtag gewählt wurde. Schröder selbst wohnt in Borkheide

Protest mit Kerzen und Plakaten geplant

Kurzfristig haben sich AfD-Kritiker zusammengeschlossen und wollen heute Abend vor dem Gemeindezentrum "Zum Apfelbaum" ab 18.15 Uhr gegen den Besuch der AfD-Politiker demonstrieren. Die Demo ist bei der Polizei angemeldet. Wer sich dem Protest anschließen möchte, soll eine Kerze und gerne auch ein Plakat mitbringen, heißt es von den Organisatoren. Damit wolle man ein Zeichen setzen, dass nicht ganz Michendorf die AfD-Veranstaltung gut finde. Wie viele Demonstranten erwartet werden, konnte zunächst noch nicht abgeschätzt werden. Stören wolle man die Veranstaltung aber nicht, so eine der Organisatorinnen, die den PNN namentlich bekannt ist. Jedoch sei jedem freigestellt nach dem Protest den Bürgerdialog zu besuchen. 

Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach erklärte dazu auf PNN-Nachfrage: "Man kann die Partei gut oder schlecht finden, es ist legitim, dass sie den Gemeindesaal nutzen darf." Würde es sich um die NPD handeln, so Mirbach weiter, würde er "alle Hebel in Bewegung setzen, um das zu verhindern." Aber die AfD sei eine offizielle Partei, die im Kreistag, Landtag und Bundestag sitzt. 


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