Am 22. April können fast alle Läden und Geschäfte in der Innenstadt und Babelsberg wieder öffnen. Betreten werden dürfen sie jedoch nur mit Maske. Foto: Jens Büttner/dpa
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Kommentar zur Maskenpflicht Maske auf

Ab dem 27. April gilt in Potsdam eine Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften. Gibt es jetzt von der Stadt Masken für alle? Muss nicht sein, findet PNN-Redakteurin Jana Haase,

In Großstädten in asiatischen Ländern gehören sie schon länger zum Alltagsbild: Stoffmasken, die Mund und Nase bedecken und die Ausbreitung von Keimen verhindern sollen. Auch bei der Eindämmung des Coronavirus können sie laut Experten helfen: Dabei schützen die Masken weniger den Träger als dessen Mitmenschen. Denn das Stoffstück verhindert, dass potenziell keimbelastete Speicheltröpfchen zum Beispiel beim Husten in die Umgebung gelangen. Als Vorsichtsmaßnahme an Orten mit vielen Menschen ist das sinnvoll. In Sachsen und Bayern gilt bereits eine Maskenpflicht für den Nahverkehr und Geschäfte, im thüringischen Jena sogar schon seit zwei Wochen – dort ist das Infektionsgeschehen mittlerweile beinahe zum Erliegen gekommen. Auch in Potsdam soll das Tragen von Masken ab kommender Woche zur Pflicht werden. Wenn es aber eine Pflicht gibt, dann müssen die Bürger auch in die Lage versetzt werden, dieser nachzukommen – sprich: die Stadt müsste Masken beschaffen, so wie das bereits in Beelitz oder Dresden angekündigt oder umgesetzt wurde. Angesichts der angespannten Lage auf dem Maskenmarkt wäre es aber kontraproduktiv, wenn Potsdam nun mit Pflegediensten oder Krankenhäusern in Konkurrenz tritt und OP-Masken wegkauft. Die Stadt und ihre Bürger sind mit einer kreativen Lösung gefragt.


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