Auf dem Areal Westrand zwischen Am Golfplatz und Orville-Wright-Straße will die Stadt Potsdam neue Sportanlagen errichten. Foto: Manfred Thomas Tsp
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Kommentar | Volkspark Besser machen

Die Planungen für die Sportplätze im Potsdamer Norden waren offenbar nicht ausgereift. Das muss besser werden, vor allem im Hinblick auf das Bauprojekt in Krampnitz, meint PNN-Redakteur Henri Kramer.

Die Fehler beim Thema Sportplätze im Potsdamer Norden sind leider schon vor vielen Jahren gemacht worden – als die Planungen für das Bornstedter Feld nicht an das schnelle Wachstum der Stadt und dieses Boomviertel angepasst wurden. Die Folge: Schon vor vier Jahren sah sich die Stadtverwaltung gezwungen, mit ihren Plänen für den Stadtteil an den nur schwer erreichbaren Standort Lerchensteig auszuweichen – für den auch noch etliche Eichen gefällt werden müssten. Das war schon damals grenzwertig, weil man eine Zäsur geschaffen hätte für die Lennésche Feldflur, die nicht bebaut werden darf. Und: Bei den Vorbereitungen für den Lerchensteig stellte sich noch heraus, dass der Sportplatz noch wesentlich teurer wird als eigentlich gedacht. 

Doch auch die vom Rathaus vorgeschlagene Alternative ist ein Ärgernis, keine Besserung. So soll der gerade für neue Wohnungen und aus finanziellen Gründen verkleinerte Volkspark noch einmal für eine große Sportanlage geschrumpft werden, die vor Jahren vom Rathaus selbst verworfen wurde: Man muss kein Prophet sein, dass Anwohner diesen Plan womöglich auch gerichtlich angreifen werden – wenn das Erfolg hätte, wären weitere Jahre ohne den eigentlich dringend benötigten Sportplatz verstrichen. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit die Pläne abzuspecken, man weiß es nicht. 

Fest steht nur: Die Leidtragenden an so einer Politik sind leider Vereine wie die Potsdamer Kickers, für die die wachsende Stadt kein ausreichend großes Areal finden kann. Es kann für solche Sportler, die sich jahrelang auch auf Versprechungen der Politik verlassen haben, nicht viel schlechter laufen. Bei Planungen für Wohnviertel wie Krampnitz muss es besser werden.


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