Das Unternehmen wurde 1912 gegründet. Foto: Ottmar Winter PNN
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Kommentar | US-Investor übernimmt Studio Babelsberg Offene Fragen

Klar ist: Babelsberg wird künftig noch mehr Hollywood nach Potsdam holen - aber wohl nicht ohne Wachstumsschmerzen.

Hoffen und Bangen: So lassen sich wohl die Emotionen am besten zusammenfassen, welche die Übernahme des Traditionsstudios Babelsberg durch den milliardenschweren US-amerikanischen Finanzinvestmentfonds TREP auslösen. Dass ein so finanzstarker Akteur Interesse an dem Potsdamer Unternehmen zeigt, schmeichelt zwar, gleichzeitig bleibt unklar, welche Pläne er mit dem Studio hat. Immerhin ist TREP in erster Linie ein Finanzinvestor ohne direkte Berührung mit der Filmbranche. 

Es bleiben viele offene Fragen: Welche Priorität wird der neue Besitzer Babelsberg in seinem Cinespace-Portfolio von 90 Filmstudios einräumen? Wird der Standort zum europäischen Flaggschiff ausgebaut oder stiefmütterlich behandelt? Wie wird die Arbeit im Studio künftig aussehen? Der Vorstand der Studio AG beteuert zwar, dass sich am Geschäft nichts verändern werde, doch das hat er nicht mehr zu entscheiden. 

Man sollte bei allen typisch deutschen Bedenken jedoch den Optimismus nicht vergessen: Babelsberg – das zeigen auch die Media-City-Pläne von Libeskind – ist ein höchst attraktiver Standort, der künftig noch mehr Hollywood nach Potsdam holen wird, aber wohl nicht gänzlich ohne Wachstumsschmerzen.


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