In der Sektion „Spielfilm lang“ wurde das Coming-of-Age-Drama „La Tana“ unter der Regie von Beatrice Baldacci ausgezeichnet. Foto: Sehsüchte
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Preisverleihung der 51. Sehsüchte Sieg für einen Sommerflirt

Nach zweijähriger Pause erstmals wieder ausschließlich analog: Das Studierendenfestival Sehsüchte fand zum 51. Mal statt. Am Ende wurden Preise in zwölf Kategorien verliehen.

Potsdam - Beim 51. Internationalen Studierendenfilmfestival „Sehsüchte“ in Babelsberg sind die Gewinner gekürt worden. Die Preise aus den zwölf Kategorien waren mit einem Wert mehr als 31 000 Euro dotiert, wie aus einer Mitteilung des Festivals hervorgeht. Die Preisverleihung fand im Beisein von Publikum, Jury, Festival:partnerinnen und den Filmemacher:innen statt.

In der Sektion „Spielfilm lang“ wurde das italienische Coming-of-Age-Drama „La Tana“ unter der Regie von Beatrice Baldacci ausgezeichnet. Das Werk habe die Jury „mit seiner eindringlichen Bildsprache beeindruckt, die den Film von einem Portrait eines Sommerflirts zu einem poetischen Filmkunstwerk über Leben und Tod werden lässt und die Zuschauenden bildstark in den filmeigenen Mikrokosmos entführt“, hieß es.

Vom Dorf in die Großstadt

Als bester Kurzspielfilm wurde „Lili Alone“ (China, Hongkong, Singapur) von Regisseurin Jing Zou ausgezeichnet. Darin flieht eine junge Mutter vom Dorf in die Großstadt, wo sie die Hoffnung auf ein sicheres Einkommen und Unabhängigkeit zu einer Leihmutterschaftsvermittlung führt, heißt es in der Filmbeschreibung des Festivals.

Bester „Dokumentarfilm lang“ wurde „How the room felt“ von Ketevan Kapanadze. „Zuschauende werden von der ersten Sekunde an in das Lebensgefühl einer georgischen LGBTQ-Clique eingeschlossen, die sich in einer sie ablehnenden Gesellschaft einen freien, warmherzigen Raum geschaffen hat, zwischen Feiern, Frust und Fußballtraining“, erklärten die Veranstalter in der Mitteilung. 

Doku über einen ukrainischen Journalisten

Bester „Dokumentarfilm kurz“ wurde „Handbuch“ von Pavel Mozhar. In der Sektion „Fokus Produktion“ wurde „Heller Weg“ von Iryna Riabenka ausgezeichnet, der 2021 gedreht wurde und von einem ukrainischen Journalisten handelt, der 2014 über die Machtübernahme seiner Heimatstadt Donezk durch Separatisten schrieb und dafür ins Gefängnis kam.

Bester Animationsfilm wurde „Noir Soleil“ von Regisseurin Marie Larrivé. Der Publikumspreis der Sektion Genrefilm ging an den deutschen Animationsfilm „Slouch“. Weitere Preise gab es für den besten Kinder- und Jugendfilm, das beste Drehbuch sowie für die gelungene Nutzung besonderer Filmtechnologien wie Virtual Reality.

Das 51. „Sehsüchte“-Filmfestival, das vom 20. bis 24. April lief, wird von Studierenden der Babelsberger Filmuniversität Konrad Wolf veranstaltet. Es trug in diesem Jahr das Motto „Radiance“ (Glanz). Auf dem Programm standen 128 Produktionen aus fast 40 Ländern.

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