Auch die Kammerakademie Potsdam, das Hausorchester des Nikolaisaals, unterzeichnete Manja Schüles "Brandenburger Weg". Foto: Nikolaj Lund
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Positionspapier Brandenburger Kulturschaffender „Kultur ist nötiger denn je“

dpa

Bekenntnis zum verlängerten Lockdown, Solidarität, Hilfe für nicht-kulturelle Orte: Das sind Eckpunkte eines von Manja Schüle angeregten „Brandenburger Weges“. Dabei sind auch Kammerakademie, Nikolaisaal und Hans Otto Theater.

Potsdam - Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) sowie Vertreter von Theatern und Orchestern haben ein gemeinsames Positionspapier zum kulturellen Leben in Zeiten der Corona-Krise unterzeichnet. Darin bekennen sich die Kultureinrichtungen im Sinne des Gesundheitsschutzes zur Verlängerung des Lockdowns.

„Wir gehen davon aus, dass es bis Ostern weder klassische Theateraufführungen noch herkömmliche Konzerte geben wird“, heißt es in dem am Mittwoch vom Ministerium veröffentlichten Papier „Kultur und Corona - Der Brandenburger Weg“. Sollten frühere Öffnungen möglich werden, solle der Spielbetrieb aber schnell wieder aufgenommen werden, „und sei es mit Einschränkungen“. 

Nach Möglichkeit Freischaffende unterstützen

Zudem bekennen sich die Kultureinrichtungen zu ihrer Verantwortung, der Gesellschaft Kunst digital oder analog zugänglich zu machen: „Kultur ist nötiger denn je.“ Zudem wollen die institutionell geförderten Einrichtungen auch im Lockdown nach Möglichkeiten suchen, Freischaffenden Verdienst anzubieten. Unter den Unterzeichnern des Corona-Positionspapiers sind auch das Potsdamer Hans Otto Theater, der Nikolaisaal und die Kammerakademie Potsdam.

Gleichzeitig erwarten die Kultureinrichtungen, dass ihre Arbeit von der Gesellschaft ungeschmälert finanziert wird, auch wenn Kultur nur eingeschränkt angeboten werden könne. „Da, wo wir unsere eigentliche kulturelle Arbeit nicht erbringen können, unterstützen wir die Gesellschaft auf andere Weise. Etwa, indem wir in Gesundheitsämtern oder Schulen helfen“, heißt es in der Erklärung. 

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