Am 1. Juni soll auf der Inselbühne das Programm starten. Foto: Bürgerstiftung Potsdam
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Das Programm der Inselbühne Kein Kino, aber Tango

Ein Tag des Wortes, eine „Bühne der Freundschaft“: Die Inselbühne auf der Freundschaftsinsel will ab 1. Juni ein Programm mit festen Thementagen starten – falls die Inzidenz es erlaubt.

Potsdam - Knapp sechs Wochen: So viel Zeit bleibt, bis die Inselbühne auf der Freundschaftsinsel ihren Spielbetrieb aufnehmen will. Geplant ist aktuell eine Eröffnung am 1. Juni. Möglich wird das jedoch nur, wenn die Inzidenz in Potsdam bis dahin unter den Wert von 100 rutscht. Sonst müssen Bühnen und Museen wieder schließen, so sieht es das neue Infektionsschutzgesetz vor. Und zwar egal, ob die Veranstaltung drinnen ist oder draußen.

„In fünf, sechs Wochen kann viel passieren“

Kaspar von Erffa, Künstlerischer Leiter der Inselbühne, hat sich wie andere Kulturschaffende mehr Differenzierung im Gesetz gewünscht: eine Sonderregelung für Openair-Veranstaltungen. Aber: „In fünf, sechs Wochen kann viel passieren“, sagt er. Es ist seine einzige Hoffnung. Das Programm steht bereits. Den Auftakt am Dienstag, dem 1. Juni soll der Potsdamer Polarforscher und Markus Rex machen. 

Das Bühnenprogramm soll künftig dem Rhythmus von Thementagen folgen. Nach einem freien Montag beginnt die Woche, jeweils um 18 Uhr, mit einem „International Tuesday“: Vorträge, Chöre, Theater für die internationale, vor allem englischsprachige Community. Mittwoch wird „Tag des Wortes“, mit Lesungen etwa von Schauspieler Michael Gerlinger oder der Initiative KulturMachtPotsdam

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Tango, Musical - und Kino nur in Ausnahmen

Der Donnerstag gehört dem Tango, Freitag ist „Tag der Jungen Bühne“ – der vom Bundesprogramm Neustart Kultur gefördert wird. Die Musiktheatergruppe Musical Minds ist schon eingeplant. Samstag dann: „Bands“. Die Brueder Selke haben sich angekündigt und die Rockband Engerling. Und Kino? Das hat aufgrund des durch städtischen Lärmschutz engen Zeitfensters bis 20 Uhr keinen festen Platz im Programm. „Für Kino braucht man Dunkelheit“, so von Erffa.

Ausnahmen könne es geben – insgesamt zehn längere Abendveranstaltungen hat die Stadt für die Spielzeit bis Oktober zugesagt. 
Vorerst stehen nun letzte Arbeiten an: die technische Ertüchtigung von Elektrik und Sanitäranlagen – und der Bau einer Schallschutzwand. Die soll in Richtung Alte Fahrt und Seniorenheim entstehen, 4 Meter 40 hoch.

Schallschutz: optisch und finanziell eine Wucht

Nicht nur äußerlich wird der Schallschutz eine Wucht, sondern auch finanziell. Stadt und Land haben der Bühne jedoch inzwischen jeweils 34 000 Euro zugesagt, so von Erffa. Und auch von der ILB heißt es, man sei „sehr positiv eingestellt“. um die Finanzierung scheint sich von Erffa nicht mehr zu sorgen. Nun muss nur noch die Inzidenz mitmachen. 


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