Eine von acht Potsdamer Geförderten: die Literatin Julia Schoch. Foto: Andreas Klaer
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Arbeitsstipendien für Brandenburger Kreative Eine Ermutigung in der Krise

Lena Schneider

Insgesamt 160.000 Euro hat das Land Brandenburg in die Hand genommen, um Künstlern in der Krise das Arbeiten zu erleichtern. 20 Kreative bekommen je 8000 Euro - darunter acht Potsdamer.

Potsdam - Das Kulturministerium Brandenburgs hat 20 Arbeitsstipendien in Höhe von 8000 Euro an brandenburgische Künstlerinnen und Künstler als Hilfe in der Corona-Pandemie vergeben. Fast die Hälfte der Geförderten kommt aus Potsdam. Acht der aus den Bereichen Musik, Darstellende Kunst, Literatur und Bildende Kunst Geförderten haben ihren Lebensmittelpunkt in der Landeshauptstadt. 

Aus dem Bereich Musik sind die Potsdamer Cellistin Kathrin Sutor und Daniel Selke (CEEYS, Q3Ambientfest) unter den Stipendiaten, aus der Bildenden Kunst Lisa SeebachAnne Heinlein ("Wüstungen") und Kathrin Ollroge ("Raum für Gedanken". Aus dem Bereich Literatur sind die Julia Schoch ("Schöne Seelen und Komplizen", "Die Jury tagt") und Steffen Schroeder ("Mein Sommer mit Anja") dabei. Als darstellende Künstlerin ist Sina Schmidt vom Theaterkollektiv Fritz Ahoi vertreten.

Frei von Alltagszwängen auf neue Projekte konzentrieren

Insgesamt hat das Ministerium für die Förderung 160.000 Euro bereitgestellt. "Die Stipendien sollen eine Ermutigung sein, den künstlerischen Weg auch in der Pandemie fortzusetzen und sich frei von Alltagszwängen auf neue künstlerische Projekte zu konzentrieren", so Kulturministerin Manja Schüle (SPD). "Die Künstlerinnen und Künstler können passgenaue Angebote für sich auswählen – so kann das Geld beispielsweise für Ausstellungen, Musikproduktionen, Lesungen, Gastspiele oder Coaching verwendet werden."

Die Pandemie treffe auch Künstlerinnen und Künstler hart, so Schüle weiter. Mit den Stipendien wolle man die Leistungen brandenburgischer Künstlerinnen und Künstler würdigen "und weiter vorantreiben". Nicht zuletzt wolle man zeigen: "Wir sind solidarisch in der Krise."

Unabhängige Fachjurys wählten aus 197 Bewerbungen aus

Insgesamt habe es 197 Bewerbungen gegeben. Weitere Stipendiaten sind die Musiker Andrea Chudak, Maria Ivanova und Wilhelm Kellers, die Literatin Paula Schneider und die bildenden Künstler Benjamin Greber, Joachim Böttcher, Christiane Bergelt, Gunhild Kreuzer und Dorothea Huber sowie die Regisseurin Hannah Dörr und der Daumenkinograph Volker Gerling.

Die Stipendiaten wurden von unabhängigen fachspezifischen Jurys ausgewählt. Unter den Juroren waren unter anderem aus Potsdam Knut Andreas, Künstlerischer Leiter des Sinfonieorchesters Collegium musicum Potsdam, die Journalistin Astrid Priebs-Tröger, Peer Trilcke, Leiter des Theodor-Fontane-Archivs, sowie der Buchhändler Carsten Wist.


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