Bei einer Wildgans im Spreewald wurde die Geflügelpest nachgewiesen.  Foto: dpa
© dpa

Wildvogel im Spreewald infiziert Geflügelpest bei Gans in Lübben nachgewiesen

Silke Nauschütz

Eine Saatgans im Spreewald hat sich nachweislich mit der Geflügelpest infiziert. Züchter sollen die Hygienemaßnahmen verstärken. 

Lübben - In Brandenburg ist ein weiterer Fall von Geflügelpest aufgetreten. Der Erreger H5N8 wurde in Lübben im Spreewald bei einer Saatgans nachgewiesen. Der Nachweis erfolgte vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut, wie der Landkreis am Mittwoch mitteilte. Der Wildvogel wurde demnach im Lübbener Stadtteil Steinkirchen tot aufgefunden. Der Kreis Dahme-Spreewald gehört nach eigenen Angaben zu den geflügelreichsten Landkreisen in Brandenburg.

Landrat Stephan Loge (SPD) erinnerte an den größten Geflügelpest-Ausbruch in Brandenburg im Januar 2017. Damals mussten 45.000 Zuchtputen im Landkreis getötet werden. „Hoffen und tun wir alles dafür, um die Geflügelbestände zu schützen“, sagte er. Die Veterinärbehörde appellierte an alle Geflügelhalter, ihre Hygiene-Sicherheitsmaßnahmen zu prüfen und zu intensivieren.

In Alarmbereitschaft

Seit im Oktober die Seuche wieder verstärkt bei Wildvögeln und auch in Nutzbeständen in den benachbarten Bundesländern und europaweit aufgetreten ist, ist Brandenburg nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums in Alarmbereitschaft. Mitte Dezember 2020 wurden durch alle Landkreise Allgemeinverfügungen zu einer Stallpflicht erlassen.

Ende Dezember war der Geflügelpesterreger H5N8 erstmals in einer Hobbytierhaltung mit Wachteln, Hühnern und Enten in der Gemeinde Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße nachgewiesen worden. In der Haltung mit gut 50 Tieren hatte es erhöhte Verluste gegeben. Die Tiere wurden getötet.

Im Herbst 2020 war die Seuche bei vier Wildvögeln im Land nachgewiesen worden. Infektionen bei Menschen mit dem Erreger wurden laut Bundeslandwirtschaftsministeriums bisher nicht bekannt. (dpa)

Zur Startseite