Ein Hubschrauber mit angehängtem Wassertank fliegt über die Bäume eines Waldstücks.  Foto: dpa
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Update Waldbrand in Bötzow Feuerwehr reduziert Löschmaßnahmen

Anna Kristina Bückmann Inga Jahn

Etwas Abkühlung nach heißen Tagen zum Wochenbeginn lässt in Brandenburg die Waldbrandgefahr sinken. Doch der Schein trügt, sagt ein Experte.

Bötzow - Beim ersten großen Waldbrand des Jahres in Brandenburg in Bötzow (Oberhavel) hofft die Feuerwehr auf Regen. „Es gibt noch kleinere Glutnester, hin und wieder flammt es auch an einzelnen Stellen noch einmal auf“, sagte David Ostwald, Einsatzleiter der Feuerwehr in Oberkrämer.

Die Feuerwehr hat die Maßnahmen zur Löschung in Bötzow runtergefahren. Die Glutnester werden regelmäßig kontrolliert und seit Montagabend sind nur noch sechs Einsatzkräfte vor Ort, die das Brandgebiet mit zwei Tanklöschfahrzeugen umkreisen und bewässern, wie Ostwald sagte. Die Bewässerung des Randes führt die Feuerwehr demnach solange fort, bis es das nächste Mal regnet.

Brand auf einer Fläche von etwa acht Hektar

Das Feuer war am Freitag auf einer Fläche von etwa acht Hektar nordwestlich von Berlin ausgebrochen. Nachdem der Waldbrand bereits am Wochenende unter Kontrolle war, flogen zwei Hubschrauber der Bundespolizei am Montag über den Brandort und ließen alle fünf Minuten etwa 4000 Liter Wasser über der Fläche ab.

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) dankte den Einsatzkräften für ihr Engagement. „Der Brand in Bötzow war aufgrund der Munitionsbelastung gefährlich für unsere Einsatzkräfte.“ Brandenburgs Feuerwehrleute hätten viel Erfahrung mit Waldbränden. Sie seien „absolute Profis“ und wüssten genau, was wann gemacht werden muss. Gezieltes Löschen am Boden und schnelle Unterstützung aus der Luft durch Hubschrauber seien der effizienteste Weg der Brandbekämpfung in Brandenburger Wäldern, so Stübgen. Er dankte auch der Bundespolizei für die Unterstützung.

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In Brandenburg hat es sich nach einigen heißen Tagen etwas abgekühlt. Die Waldbrandgefahr sank laut der Internetseite des Umweltministeriums am Dienstag in 11 von 14 Landkreisen auf eine geringe, in den drei übrigen Kreisen auf eine sehr geringe Waldbrandgefahr. Auch in den kommenden Tagen soll es nach dem Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes entspannt bleiben.

„Der Boden ist knochentrocken“

„Der Schein trügt“, sagte der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel der dpa. Feuchte Luftmassen führten zwar lokal zu einzelnen Gewittern. „Um Entspannung zu bringen, bräuchten wir flächendeckend Regen.“ Die Aussichten aktuell zeigten, dass die Gewitterfront nach Osten abdrifte. Regen werde nur bestimmte Regionen wie beispielsweise Cottbus bis Frankfurt (Oder) treffen. Viele Ecken blieben aber trocken.

Zwar sei die obere Bodenschicht feucht, darunter sehe es aber anders aus. „Der Boden ist knochentrocken“, so Engel. In Brandenburg hatte es seit Jahresbeginn mehr als 110 Mal gebrannt - ohne einzelne Feuer am Wochenende. Allein von Donnerstag bis Montag brannte es landesweit mehr als 20 Mal. (dpa)

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