Foto: Stefan Sauer/dpa (Symbolbild)
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Tausende Puten getötet Geflügelpest in Mastbetrieb in der Uckermark

Es ist der dritte bestätigte Fall von Geflügelpest in Brandenburg innerhalb weniger Wochen. Wieder mussten Tausende Tiere getötet werden.

Potsdam - Nach Angaben des brandenburgischen Verbraucherschutzministeriums wurde in einem Puten-Mastbetrieb im Landkreis Uckermark der Geflügelpesterreger H5N8 (Vogelgrippe/Geflügelpest) nachgewiesen. Auf Anordnung des zuständigen Veterinäramtes wurden die rund 14.000 Mastputen "getötet und unschädlich beseitigt".  Es ist der dritte Fall der Vogelgrippe in einem Nutzgeflügelbestand innerhalb weniger Wochen in Brandenburg

Aufmerksam geworden auf den Fall waren die Behörden, weil der Inhaber des Betriebes mehrere verendete Tiere gefunden und sich dann unverzüglich an das Veterinäramt des Landkreises Uckermark gewandt hatte. Ein erster Test des Landeslabors Berlin-Brandenburg hatte den Verdacht bereits erhärtet, das nationale Referenzlabor (Friedrich-Loeffler-Institut -FLI) bestätigte schließlich, "dass es sich um die hochpathogene Variante des Virus handelt. 

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Wie der Erreger trotz der seit Mitte Dezember geltenden Aufstallungspflicht in den Betrieb gelangen konnte, ist noch unklar. "Der erneute Fall zeigt aber deutlich: die Seuchensituation ist weiterhin sehr angespannt. Ich bitte darum alle Geflügelhalter weiter um erhöhte Wachsamkeit“, sagte Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). 

Derweil hat Veterinäramt Uckermark die in der Geflügelpest-Verordnung vorgesehenen Schritte angeordnet. Dazu gehören die Einrichtung eines Sperrbezirkes im Radius von mindestens drei Kilometern und eines Beobachtungsgebietes im Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbestand. Zudem gelten Beschränkungen für die Geflügelhaltungen.

Der Geflügelpesterreger H5N8 war Ende Dezember 2020 in einer Kleinsthaltung im Landkreis Spree-Neiße und Ende Januar 2021 bei einem gewerblichen Putenbestand in der Prignitz festgestellt worden. Außerdem wurde das Virus in diesem Herbst/Winter bislang bei sieben Wildvögeln in Brandenburg nachgewiesen. 

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