Der frühere NPD-Politiker Maik Schneider ist seit Anfang Januar nicht mehr in Untersuchungshaft. Foto: B. Settnik/dpa
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Nach umstrittener Freilassung Prozess gegen Neonazi Schneider geht weiter

Klaus Peters

Der Ex-NPD-Politiker Maik Schneider ist seit vergangener Woche auf freiem Fuß. Der Prozess gegen ihn vor dem Landgericht Potsdam wird dennoch fortgesetzt.

Nach der Freilassung des Ex-NPD-Politikers Maik Schneider wird am Mittwoch der Revisionsprozess gegen den 31-Jährigen vor dem Landgericht Potsdam fortgesetzt. Schneider kann dort zum ersten Mal als freier Mann erscheinen, nachdem das Oberlandesgericht Brandenburg vergangene Woche wegen mehrerer Verzögerungen im Verfahren seine Entlassung aus der Untersuchungshaft angeordnet hatte.

Schneider muss sich wegen der Brandstiftung an einer Sporthalle in Nauen (Havelland) verantworten, die im Spätsommer 2015 als Flüchtlingsunterkunft vorgesehen war. In einem ersten Verfahren war er wegen der Brandstiftung und anderer Delikte zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Die Freilassung Schneiders hatte in Brandenburg für große Empörung gesorgt. Am Dienstagnachmittag nahm Brandenburgs Justizminister im Rechtsausschuss Stellung zum Fall Schneider. Zuvor sprach Ludwig bereits von einem "ärgerlichen Einzelfall" und stritt eine Überlastung der Gerichte ab. (dpa)

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