Guido Beermann, Brandenburgs Infrastrukturminister.  Foto: Bernd Settnik/dpa
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Interview „Es ist keine Bürde“

Brandenburgs neuer Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU) spricht im Interview über seine Motivation, Erwartungen an sein neues Ressort und die S-Bahn. 

Potsdam - Herr Beermann, Sie waren bisher Staatssekretär im Bund. Was zieht Sie in die Brandenburger Regierung?

Das ist relativ einfach. Ich lebe seit knapp 20 Jahren in Brandenburg. Hier bin ich lange kommunalpolitisch tätig gewesen. Auch das Gros der Familie ist hier. Die Kinder sind leider schon flügge, suchen inzwischen selbst neue Lebensorte. Ich lebe gern in Brandenburg und freue mich nun auf die neue Aufgabe, im Land Infrastruktur zu gestalten.

Was reizt Sie da besonders?

Das ist ein ganzer Strauß. Gerade Infrastruktur kann man nicht auf ein einziges Thema konzentrieren: Es ist ein vielseitiges Feld, ob Schiene, Straße oder Wasserstraße. Darüber hinaus geht es gerade in Brandenburg darum, Stadtnähe und Stadtferne zu gestalten, vor allem aber die große Herausforderung gleichwertiger Lebensverhältnisse zu gestalten. Ich freue mich sehr darauf, das alles anzupacken.

Viele Pendler sind frustriert. Gerade in Ihrem Ressort sind die Erwartungen besonders hoch, dass sich schnell spürbar etwas verbessert. Eine Bürde?

In der Tat, nichts betrifft die Leute so sehr wie Mobilität.  Da geht es auch um Lebensgestaltung, um individuelle Freiheit. Es ist den Menschen wichtig. Eine Bürde ist es für mich nicht. Ich gehe das alles mit Zuversicht an, da darf man nicht verzagt sein. Wir werden um gute Entscheidungen ringen.

Der Berliner Senat hat gerade die Milliarden-Ausschreibung für das Nord-Süd- und Stadtbahnnetz auf den Weg gebracht, und erwartet schnell grünes Licht von Brandenburg. Wie gehen Sie damit um?

Jetzt muss ich erst einmal in ins Ministerium, die Kollegen dort kennenlernen. Wir haben einen Koalitionsvertrag, der sehr ambitioniert ist und umgesetzt werden muss. Wir werden uns sicherlich auch mit dem Thema S-Bahn beschäftigen. Wir werden das alles sehr gründlich und sehr genau tun. Das kann ich versichern. Wir haben hier vor allem im Blick, dass Entscheidungen zum Wohle Brandenburgs fallen. 

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