Die Gartenstadt in Drewitz heute und wie sie einst geplant wurde (siehe Bildergalerie unten).  Foto: Andreas Klaer
© Andreas Klaer

Gartenstadt Drewitz Potsdam erhält Preis für Straßengrün

Die Hamburger Stiftung "Lebendige Stadt" lobt Potsdam für ihr Gartenstadtkonzept und die gelungene Umwandlung von Asphalt in Stadtgrün. Die Verwaltung will in Drewitz noch mehr erreichen.

Potsdam - Wenn die Natur die Nachbarn verbindet: Potsdam ist heute von der Stiftung "Lebendige Stadt" für ihr Straßengrünprojekt in Drewitz ausgezeichnet worden. Das teilte die Stadt in einer Pressemitteilung mit. 

„In Potsdam-Drewitz ist es in vorbildlicher Weise gelungen, mittels Stadtnatur gleichzeitig soziale Stadtentwicklung zu betreiben", sagte Simone von Ehren, Mitglied des Stiftungsrats, der den Preis vergibt. Die Entsiegelung großen Straßenraums habe die Großsiedlung nicht nur naturnaher, sondern auch lebenswerter gemacht, so Von Ehren. Dabei hätten die Menschen vor Ort ihre Heimat mit geplant und ihr somit mehr Identität gegeben. Nebenbei sei auch noch ein großer Beitrag zu mehr Biodiversität und Artenschutz entstanden. 

Die Plattenbausiedlung wurde wie berichtet durch das 2009 entstandene Konzept „Gartenstadt Drewitz – energetisch stark, energisch grün“ nachhaltig verändert: So sind unter anderem die Asphaltflächen der ehemals vierspurigen Konrad-Wolf Allee aufgebrochen worden; dort entstand ein grüner Stadtpark mit Spiel- und Wasserflächen. Rund 2,5 Hektar Asphalt wurden dafür entsiegelt. Mit dem Umbau der Stellplätze und Verkehrsflächen der stark befahrenen Durchgangsstraße wurde das sogenannte „Grüne Kreuz“ zum Stadtteilpark als Ort der Begegnung. 

„Die Gartenstadt Drewitz ist auf dem besten Weg zum grünen und emissionsfreien Stadtteil Potsdams zu werden“, sagte Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) am Montag. Das Gartenstadtprojekt sei bisher einmalig in Brandenburg. 

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68 Bewerbungen waren für den ausgelobten Bundeswettbewerb der Stiftung "Lebendige Stadt" des Hamburger Unternehmer und Mäzen Alexander Otto eingegangen, mit dem die Stiftung nach vorbildlichen öffentlichen Straßenbegrünungen gesucht hatte. Neben Potsdam wurden auch Berlin, Friedrichshafen, Solingen und Iphofen/Bayern ausgezeichnet.

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