Hier ist deutlich zu sehen, wie zwei Teilnehmer der rechtsextremen Demo Gegendemonstranten angreifen. Foto: dpa
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Demos in Eisenhüttenstadt Polizei ermittelt nach rechtsextremen Angriffen auf Gegendemonstranten

Mit Pfefferspray und Fahnenstock randaliert: Die NPD-Kundgebung in Eisenhüttenstadt ist am Samstag noch vor Beginn aufgelöst worden. Der Grund: Die Teilnehmer hatten Gegendemonstranten gefährlich verletzt.

Eisenhüttenstadt/Fürstenwalde Nach Angriffen von Teilnehmern einer NPD-Veranstaltung in Brandenburg auf Gegendemonstranten ermittelt die Polizei gegen zwei Tatverdächtige wegen gefährlicher Körperverletzung. Bei den Protesten gegen die rechtsextreme Partei seien am Samstag in Eisenhüttenstadt vier Menschen aus der NPD-Versammlung heraus mit Pfefferspray und einem Fahnenstock verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Die NPD-Veranstaltung mit rund 20 Teilnehmern sei deshalb noch vor Erreichen des eigentlichen Versammlungsortes von der Polizei aufgelöst worden, hieß es. Eine nach dem Verbot von der NPD angekündigte "Spontanversammlung" in Frankfurt an der Oder sei ebenfalls untersagt worden. An den Protesten gegen die NPD beteiligten sich in Eisenhüttenstadt laut Polizei rund 40 Menschen, in Fürstenwalde protestierten im Anschluss rund 70 Menschen gegen eine weitere NPD-Veranstaltung.

Zu den Protesten in Fürstenwalde hatte die Plattform gegen Rechts aufgerufen. In Eisenhüttenstadt hatten Flüchtlingsgruppen aus Berlin und Brandenburg die Proteste organisiert. Die NPD hatte zuvor Kundgebungen an der zentralen Erstaufnahmestelle Brandenburgs für Asylbewerber in Eisenhüttenstadt und vor einem Flüchtlingswohnheim in Fürstenwalde angekündigt. Die Polizei war mit rund 60 Beamten im Einsatz. (epd)

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