Brandenburg verzeichnet einen historischen Höchststand in Sachen. Rechtsextremismus. Foto: dpa
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demos-Experte Rechtsextremismus drängt in Mitte der Gesellschaft

Gudrin Janicke

Seit einigen Jahren vertreten Rechtsextremisten ihre Position selbstbewusster. Das beobachtet das Brandenburgische Institut für Gemeinwesenberatung demos.

Potsdam - Der Rechtsextremismus drängt nach Angaben des Brandenburgischen Instituts für Gemeinwesenberatung demos immer weiter in die Mitte. „Die AfD funktioniert da als Scharnier, also zwischen rechtsextremen Akteuren und der Mitte der Gesellschaft“, sagte demos-Geschäftsführer Markus Klein am Dienstag im rbb-inforadio. 

Diese Entwicklung werde schon seit einer Weile beobachtet. Der Trend habe bereits 2014 angefangen. Seitdem seien rechtsextreme Positionen viel selbstbewusster vertreten worden.

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Zahl der Rechtsextremisten hoch wie nie

Es sei wichtig, Brücken zu bauen, um die Leute wieder zurück in die Mitte der Gesellschaft zu holen, sagte Klein. Gleichzeitig müsse aber auch klar sein, dass rechtsextreme Positionen deutlich zurückgewiesen werden müssten.

Laut dem aktuellen Bericht des Brandenburger Verfassungsschutzes ist die Zahl der Menschen im Land, die der Verfassungsschutz dem Rechtsextremismus zuordnet, so hoch wie noch nie. 2019 wurde das Potenzial an Rechtsextremisten mit 2765 beziffert

Das Interview mit Markus Klein können Sie sich hier anhören. (dpa)


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