Hinter einem mobilen Elektrozaun weist ein Schild auf die Schweinepest hin. Foto: dpa
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Afrikanische Schweinepest Sperrgebiet für Landwirtschaft öffnen?

Gudrun Janicke

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest gilt für die Kernzone ein Betretungsverbot. Das könnte sich ändern. Zudem wurden Prämien für den Fund verendeter Wildschweine ausgelobt. 

Potsdam - Nach dem Fund eines mit der Afrikanischen Schweinepest infizierten Wildschweins prüft die Brandenburger Landesregierung eine schrittweise Öffnung des gesperrten Gebiets für eine landwirtschaftliche Nutzung. Bislang gilt ein Betretungsverbot in der Kernzone.

 „Das Getreide steht auf den Feldern, Gülle muss ausgefahren werden“, sagte Agrarminister Axel Vogel (Bündnis 90/Grüne) am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch Weidetierhalter seien betroffen. Am Donnerstag sei ein Treffen der Kreisbauernverbände mit örtlichen Landwirten geplant: „Dabei soll besprochen werden, wie gegebenenfalls weiter gearbeitet werden kann.“

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Prämie für Fund verendeter Wildschweine

Die Suche nach sogenanntem Fallwild geht weiter. Ab sofort zahlt das Land für das Auffinden verendeter Wildschweine und von Unfallwild innerhalb der ausgewiesenen Restriktionsgebiete eine Aufwandsentschädigung, wie das Verbraucherschutzministerium mitteilte. Je nach Fundort gebe es zwischen 100 oder 150 Euro pro Tier, hieß es. Proben würden dann untersucht.

Vergangene Woche war in Brandenburg der deutschlandweit erste Fall der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten. Ein infiziertes totes Wildschwein war sieben Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt auf dem Gebiet der Gemeinde Schenkendöbern im Landkreis Oder-Spree entdeckt worden.

Weitere positive Fälle

Mittlerweile wurden fünf weitere Wildschweine positiv getestet. Die Ergebnisse des nationalen Friedrich-Loeffler-Instituts sollen endgültig Klarheit bringen. Die neuen Fundorte liegen in einem bereits ausgewiesenen gefährdeten Gebiet von bis zu 25 Kilometern um den Ort des ersten Kadaverfundes. 

Verendete Wildschweine seien wichtige Indikatoren, um das Ausmaß des tatsächlichen Infektionsgeschehens feststellen zu können, betonte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne). Nur wenn bekannt sei, wie weit infizierte Tiere das Virus verbreitet haben, könne es auch schnell eingedämmt und eliminiert werden. (dpa)

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